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PROFIS
18.09.2009

Im Pokal soll es weit gehen

Nach einem Jahr in der 2. Bundesliga kehrte der Club aus Nürnberg zurück ins Fussball-Oberhaus. Mit zwei Punkten aus vier Partien befinden sich die Nürnberger aber schon wieder in den Tabellenregionen, die vermieden werden sollten. „Die Euphorie im Umfeld wollen wir auch befriedigen, wobei diese fußballverrückte Region Erfolg nicht nur über Punkte definieren darf. Wenn es dem Verein gelingt, sich schrittweise weiterzuentwickeln und der Club damit seine Perspektiven verbessert, dann ist dies ein Erfolg- ein großer“, versucht Trainer Michael Oenning ein wenig die Euphorie im Frankenland zu bremsen.

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga konnte der Club 28.000 Dauerkarten absetzen und übertraf damit den bisherigen Rekord, der aus der Saison 2007/08 datierte. „Wir sind glücklich, wieder in der Bundesliga zu sein. Nun geht es nur darum, drinzubleiben und dabei etwas aufzubauen, das die Abstiegsgefahr mittelfristig kleiner und kleiner werden lässt", will Sportdirektor Martin Bader den direkt Weg zurück in Liga 2 unbedingt vermeiden. Der Kader der Nürnberger wurde nicht wie in den Jahren zuvor komplett geändert Die Verantwortlichen hielten stattdessen an der Aufstiegself fest und haben mit Thomas Broich (1. FC Köln), Angelos Charisteas (Bayer Leverkusen), Güngör Kaya und Tomasz Weinicki (beide VfL Bochum) den Kader nur Punktuell verstärkt. „Wir vertrauen der Aufstiegself. Wir haben uns eine Hierarchie und eine Spielphilosophie erarbeitet, wieso hätten wir da von vorne beginnen sollen" ist Michael Oenning von der Personalpolitik überzeugt. Der DFB-Pokalsieger aus dem Jahr 2007 will dieses Jahr im Pokalwettbewerb weiter kommen, als dies in der Vorsaison der Fall war. 2008 kam man wie auch 1899 Hoffenheim nicht über die 2. Runde hinaus. Miroslav Klose und Tim Borowski sorgte mit ihren Treffern für einen sicheren 2:0 Sieg im Pokal-Derby gegen Bayern München.

„Prinzipiell bleiben wir unserer Spielidee treu, sonst würden wir uns ja einer Stärker berauben", sagte Oenning noch vor der Saison. Nach nur drei Spieltagen änderte Oenning sein System und stellt auf eine Spitze um. Mit Erfolg, immerhin konnte gegen den VfB Stuttgart ein Zähler eingefahren werden und gegen Borussia Mönchengladbach sogar drei Punkte eingefahren werden. Große Erwartungen setzt der Club auch in die Leihgabe vom Hamburger SV, Eric Maxim Choupo-Moting. Der 20-jährige Angreifer soll die momentanen Sturmprobleme lösen. „Eric Maxim besitzt die Qualität, die uns fehlt. So stelle ich mir einen modernen Stürmer vor. Er ist ein Mann, der uns gut tut. Er ist ein Spieler der sich wehren kann, der technisch und taktisch gut ausgebildet ist - und der Tore schießen kann", schwärmt Oenning in den höchsten Tönen von seinem Neuzugang. Das letzte Aufeinandertreffen von 1899 Hoffenheim und dem Club bei einem Testspiel im März 2009 gewann 1899 vor 4.500 Zuschauer in Craislheim mit 2:1.

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