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PROFIS
07.10.2009

„Ich habe immer gezeigt wo ich herkomme und wer ich bin.“

Josip Simunic wuchs in Australien auf und verbrachte seine Kindheit in Down Under. Er bezeichnet Australien als seine Heimat. Seine Eltern, beide wuchsen in Kroatien auf, wanderten vor 35 Jahren von Kroatien nach Australien aus. Josip und seine ältere Schwester sowie sein jüngerer Bruder verbrachten ihre Kindheit in Canberra. „Ich bin normal aufgewachsen und hatte in Australien eine schöne Kindheit“, denkt Simunic gerne an die Zeit in Australien zurück. Nach dem angeschlossenen College widmete sich Simunic komplett seiner Profikarriere. Simunic absolvierte das Förderprogramm des 'Australian Institute of Sport' und begann daraufhin seine Karriere bei den Melbourne Knights im Jahre 1996. Nach eineinhalb Jahren im Profibereich in Australien zog es Simunic bereits nach Deutschland zum Hamburger SV. Nach seinem Gastspiel beim HSV wechselte er im Jahr 2000 zu Hertha BSC.

Als 19-Jähriger kam Simunic damals aus Australien nach Deutschland, wo sein Vater vor der Auswanderung von Kroatien nach Down Under 16 Monate lang gearbeitet und die deutschen Tugenden schätzen gelernt hatte. „Ich bin sehr froh, in Deutschland zu sein. Ich habe großen Respekt vor diesem Land", sagt Joe, wie ihn seine Mitspieler nennen. Während der ganzen Zeit in Australien legten Simunic' Eltern viel Wert darauf die Wurzeln der Familie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. „Meine Eltern haben mir immer gezeigt wo ich herkomme und wer ich bin", schildert der beste Innenverteidiger der abgelaufenen Saison und fügt an: „Ich bin gerne in meiner zweiten Heimat Kroatien. Ob nun zum Urlaub machen oder während den Länderspielen."

Nach der deutlichen Niederlage gegen England ist die direkte Qualifikation für Kroatien nicht mehr möglich. „Es war ein enttäuschender Tag in London für uns, wir hatten einen richtig schlechten Tag und bei den Engländern hat halt einfach alles funktioniert", ist die Enttäuschung bei Simunic noch nicht ganz verflogen. Er sieht die Chancen auf eine Play-off Teilnahme bei 50 Prozent. „Wir schauen nun positiv nach vorne. Mit einem Sieg in Kasachstan ist für uns alles möglich. Die Ukraine muss England erstmal schlagen, aber unser Fokus muss auf unserem Spiel liegen." Nach 2002 und 2006 möchte er im kommenden Jahr mit Kroatien ein drittes Mal zur Weltmeisterschaft und dort endlich einmal die Vorrunde überstehen und gesteht. „Es sind sehr schöne Erinnerungen zurückgeblieben. Auch wenn wir hinterher sehr enttäuscht waren, dass die beiden Turniere frühzeitig für uns zu Ende waren, ist eine Weltmeisterschaft immer etwas ganz Besonderes für einen Fussballer."

Nach drei Monaten in Hoffenheim hat sich der Verteidiger gut eingelebt und erzählt: „Ich bin ein Teil der Mannschaft und fühle mich hier sehr wohl. Ich hatte keine Probleme mich zu Recht zu finden und bin von meinen Teamkollegen sehr herzlich aufgenommen worden." Mit 31-Jahren ist Joe der älteste Spieler im Kader von 1899 und hilft gerne den jungen Spielern. „Ich spreche viel mit den Jungs und versuche ihnen Tipps zu geben und meine Erfahrungen weiter zu geben. Ich gehöre gemeinsam mit Timo Hildebrand zu den erfahrensten Spielern im Kader. Wir müssen den Jungen ein Vorbild sein, ihnen helfen sich weiterzuentwickeln, sowohl auf dem Platz, als auch außerhalb. Wir haben viele junge Spieler, die noch gar nicht wissen, wie gut sie sind." Marvin Compper der momentan gemeinsam mit Simunic die Innenverteidigung bei Hoffenheim bildet, hat viel Lob für seinen Teamkollegen übrig. „Das Zusammenspiel ist sehr gut. Wir sind ähnliche Typen. Joe hat eine unheimliche Ruhe am Ball. Auch beim Defensiv-Kopfball kann ich mir noch etwas abschauen. Ich denke, wir ergänzen uns gut."

Für die aktuelle Saison sieht der 1,96m große Innenverteidiger „noch viel Luft nach oben. Wir werden uns Schritt für Schritt weiter entwickeln und auch erfolgreich spielen. Wir sind auf einem guten Weg, können aber noch viel besser spielen." Besonders beeindruckt zeigt sich Simunic von den Gesprächen mit Trainer Ralf Rangnick, die dafür sorgten, dass Simunic den Weg in den Kraichgau angetreten ist. „Wir haben uns einige Male getroffen und sehr gute Gespräche geführt. Ralf Rangnick hat mir die Philosophie des Vereins erklärt und aufgezeigt, dass die Leistungen der vergangenen Saison kein Zufall waren. Der Klub wird weiter wachsen - und ich möchte meinen Teil dazu beitragen. Die Mannschaft besitzt eine solch hohe Qualität, dass auch ein 31-Jähriger davon noch enorm profitieren kann."

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