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AKADEMIE
23.08.2009

Auch die U19 gewinnt gegen Bayern mit 2:1

Nach dem 2:1-Erfolg der U17 gegen Bayern München hat die U19 nun gegen denselben Gegner mit demselben Ergebnis nachgezogen. Zum ersten Mal überhaupt gelang Hoffenheims A-Jugend ein Sieg gegen den Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters, die Treffer erzielten Marcel Gruber und Robin Neupert per Strafstoß.

Nach einer knappen Viertelstunde wurde Kapitän Robin Neupert das erste Mal laut. „Aufwachen, Jungs!“, schrie er seine Vorderleute an, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht ins Spiel gefunden hatten und allzu leichtfertig die Bälle im Aufbau verloren. Kurz zuvor und kurz danach hatte die Hoffenheimer Abwehr das Glück bemühen müssen. Nach Dennis Vatanys direktem Freistoß aus halblinker Position, den 1899-Schlussmann Daniel Strähle zwar gut parierte, aber nach vorne abprallen ließ, drosch Cüneyt Köz die Kugel aus zwei Metern direkt übers Tor (9.). Wenig später spazierte Christoph Knasmüllner durch die Abwehr, zirkelte den Ball am herauseilenden Strähle vorbei in Richtung langes Eck und drehte bereits jubelnd ab, doch der Pfosten stand im Weg (18.). Keine Mühe hatte Strähle mit dem Versuch Sebastian Dreiers von der Strafraumgrenze (21.).

Bayerns Keeper Henning Bortel blieb im ersten Abschnitt nahezu beschäftigungslos. Wenn einmal ein Ball auf sein Tor kam, waren es Distanzschüsse (Jonas Hofmann, Mirko Kirchner), die ihr Ziel jedoch deutlich verfehlten. Nach einer halben Stunde tauschten die Flügelspieler Kirchner (links) und Björn Recktenwald (rechts) die Seiten und nach und nach verlagerte sich das Spiel in die Münchner Hälfte. Umberto Tedesco traf bei einem Freistoß den Ball nicht voll (41.), doch eine Minute später hatte Kirchner die Führung auf dem Fuß: Hofmann ließ eine flache Freistoß-Hereingabe Marcel Grubers passieren, Kirchners Direktabnahme vom Elfmeterpunkt war für Bortel allerdings eine sichere Beute. Immerhin gingen die Hoffenheimer nun mit dem Gefühl in die Halbzeitpause, nach anfänglichen Problemen doch auf Augenhöhe zu sein.

Und nach dem Wiederanpfiff dauerte es gerade mal 40 Sekunden, bis der Ball im Bayern-Netz zappelte. Eine verunglückte Flanke des aufgerückten Gruber ließ Bortel durch die Hände gleiten und fälschte sie ins eigene Tor ab – 1:0 (46.). Doch die Reaktion der Münchner ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze, für das Timo Helfrich die Gelbe Karte sah, verwandelte Kevin Feiersinger mit einem trockenen Freistoß zum 1:1 (54.). Der schnelle Ausgleich störte die Streichsbier-Schützlinge jedoch nicht weiter. Sie hatten nun endgültig in die Partie gefunden und drängten sofort wieder auf die Führung. Als Bayerns Kapitän Dennis Vatany Christian Lensch im Strafraum zu Fall brachte, deutete Schiedsrichter Jonas Weickenmeier sofort auf den Punkt. Neupert lief an und verwandelte nur vier Minuten nach dem Ausgleich zum 2:1.

In der 60. Minute mussten die Hoffenheimer erneut das Glück bemühen, als Sebastian Lehn bei einer Hereingabe von der linken Seite nur einen Tick zu spät kam und die Kugel freistehend über das Tor bugsierte. Nun entwickelte sich eine interessante Partie, in der sich den Hoffenheimern mehr Räume boten. Die eingewechselten Spieler fügten sich nahtlos ein und brachten noch einmal frischen Wind. Fabio Schmidt, Marcel Sökler und Robin Szarka nahmen das Bayern-Tor in der Schlussphase unter Beschuss, allerdings ohne Erfolg. Strähle stand bei einem 16-Meter-Hammer des eingewechselten Daniel Steimel auf dem Posten (90.). Hofmann hätte in der Nachspielzeit den Sack zumachen müssen, zielte aber alleine aufs Tor zustürmend links vorbei. Es sollte dennoch reichen: Nur wenige Sekunden später pfiff der Unparteiische die Partie ab.

„Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass sie mutiger spielen sollen“, sagte Streichsbier nach dem Schlusspfiff zur durchwachsenen ersten Halbzeit. „Da sind viele neue Spieler dabei und die Nervosität hat sicherlich auch eine Rolle gespielt. Ich habe noch nie am ersten Spieltag einer neuen Saison eine gute erste Halbzeit erlebt.“ Mit den drei Punkten war der Trainer selbstverständlich mehr als zufrieden, gab aber zu: „Die Münchner hatten auch ihre Chancen. Mit einem Unentschieden hätte ich leben können. Aber wir nehmen den Sieg natürlich gerne mit.“ In den kommenden Wochen gelte es nun, die Stammformation zu finden. Spieler, die gegen die Bayern nicht zum Kader gehörten, haben weiterhin eine Chance und werden sich in den nächsten Partien empfehlen können, sagte Streichsbier.

1899 Hoffenheim – FC Bayern München 2:1 (0:0)

Hoffenheim: Strähle – Gruber, Helfrich, Neupert, Tedesco – Lensch (78. Kotaidis), Schäfer, Hofmann – Recktenwald (65. Schmidt), Kirchner (75. Xanthopoulos) – Sökler (84. Szarka).

Bayern: Bortel – Kayser, Hauswirth, Köz, Vitzthum (62. Dombrowka) – Vatany – Dreier (83. Duhnke), Knasmüllner, Chessa (58. Strieder) – Lehn (68. Steimel), Feiersinger.

Tore: 1:0 Gruber (46.), 1:1 Feiersinger (54.), 2:1 Neupert (58., Strafstoß). Zuschauer: 900. Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier (Mühlheim).

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