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17.11.2009

Andreas Beck: Die Weltmeisterschaft im Visier

Im Juli vergangenen Jahres zog es Andreas Beck aus der schwäbischen Landeshauptstadt Stuttgart ins beschauliche Hoffenheim. Seitdem geht es für den 22-Jährigen steil bergauf. Herbstmeister mit 1899 Hoffenheim, Nationalmannschafts-Debüt gegen Norwegen und der U21-Europameister-Titel. Im Sommer 2010 könnte der nächste Traum in Erfüllung gehen: Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika. Zeit ein wenig die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen und einen kleinen Ausblick auf das Spiel am Mittwoch gegen die Elfenbeinküste zu wagen.

Beinahe wäre der Traum vom Europameister-Titel frühzeitig zerplatzt. Im entscheidenden Relegationsspiel in Frankreich sorgte Benedikt Höwedes erst in der Nachspielzeit für die Qualifikation für die EM-Endrunde in Schweden. „Die Teilnahme an der U21-Europameisterschaft in Schweden war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir haben uns in das Turnier hinein gekämpft und von Spiel zu Spiel gesteigert", erinnert sich Beck. Die Startschwierigkeiten aus der Vorrunde, mit zwei Unentschieden und einem Sieg, ließ man rasch hinter sich. Im Halbfinale zeigte die U21 ihr bestes Spiel bei der Europameisterschaft. Mit einem 1:0-Erfolg wurden die Italiener aus dem Turnier geworfen, Torschütze des goldenen Treffers war Hoffenheims Andreas Beck. Zudem wurde er mit der offiziellen Auszeichnung des „Man Of The Match" von Seiten der UEFA bedacht. „Ein Tor gelingt mir eher selten und war daher ein sehr schönes Gefühl. Gesteigert wurde das nur noch von unserem Finalerfolg gegen England und dem damit verbunden Europameister-Titel." Im Endspiel machte der DFB-Nachwuchs kurzen Prozess mit dem Erzrivalen von der Insel. Mit einem 4:0-Erfolg holte die U21 den Titel erstmals in die Heimat.
Mit seinen ansprechenden Leistungen spielte sich Beck auf europäischer Bühne in die Notizbücher vieler Clubs. Aber auch abseits des grünen Rasens besitzt der 22-Jährige vielseitige Qualitäten. „Wir haben gemeinsam mit Thomas Godoj den Song „Euro-Helden gesucht" aufgenommen. Zunächst haben wir alle darüber gelacht, aber dann haben wir es zu unserem Motto gemacht. Meine gesangliche Leistung ist jedoch noch ausbaufähig", grinst Beck. Auch sonst hatten die Jungs von Trainer Horst Hrubesch jede Menge Spaß. Gemeinsam mit dem renommierten Sport-Psychologen Jan Mayer absolvierte der Nachwuchs einen prägenden Teambuilding-Tag mit Gruppenskilaufen, Kistenstapeln, Zeitradfahren und Biathlon. Besonders beim Umgang mit dem Sportgewehr machte Beck eine gute Figur.

Das nächste große Ziel des sympathischen Blondschopfes steht bereits vor der Tür. Die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika wurde gemeistert. Die letzte Hürde Russland erfolgreich bestritten. Jetzt gilt es für Beck, sich durch gute Leistungen bei 1899 Hoffenheim für die WM zu empfehlen. „Es ist natürlich mein Traum bei einem solch großen Turnier dabei sein zu dürfen und zum Einsatz zu kommen. Hoffenheim ist die Plattform, um mich mit guten Leistungen zu präsentieren. Den Großteil der Mannschaft hat Joachim Löw sicherlich schon im Kopf, doch es sind noch einige Plätze zu vergeben", hofft Beck auf eine Nominierung. Gerne blickt er auf sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft am 11. Februar 2009 in Düsseldorf gegen Norwegen zurück. Zur Halbzeit wurde er für Andreas Hinkel eingewechselt und feierte trotz der 0:1-Niederlage eine gelungene Premiere. „Man wünscht sich natürlich bei seinem Debüt einen Sieg. Doch es war trotzdem etwas Besonderes und ich bin sehr stolz für Deutschland spielen zu dürfen", so der Hoffenheimer. Vier weitere Länderspieleinsätze kann Beck in der Zwischenzeit vorweisen. Vielleicht folgt ja bereits am Mittwoch das nächste. Dann geht es für die DFB-Elf im Freundschaftsspiel gegen die Elfenbeinküste. Keine leichte Aufgabe, den Fokus nach dem überraschenden und tragischen Tod von Robert Enke wieder auf den Fußball zu legen. Anstoß in Gelsenkirchen ist um 20.45 Uhr.

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