Vom Schüler zum Profi
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Das Beispiel Pascal Groß

Den 2. Mai 2009 wird Pascal Groß nicht so schnell vergessen. Wenige Wochen vor seinem 18. Geburtstag absolviert der Mittelfeldspieler sein erstes Bundesliga-Spiel, als er in Wolfsburg kurz vor Schluss eingewechselt wird.

Pascal Groß

Nach zwei weiteren Kurzeinsätzen kommt es drei Wochen später noch besser: Beim 3:2-Auswärtssieg in der Arena Auf Schalke steht Pascal Groß in der Startformation von 1899 Hoffenheim. „Das war der absolute Wahnsinn, der schönste Tag bisher in meinem Leben", schwärmt der gebürtige Mannheimer noch heute von diesem Erlebnis.

Groß, der im Sommer 2007 vom VfL Neckarau zu 1899 Hoffenheim kam, bereitet sich gerade im Sinsheimer Wilhelmi-Gymnasium auf sein Abitur vor. „Als ich noch keinen Führerschein hatte, musste ich jeden Tag um 5:30 Uhr aufstehen, um pünktlich um 7:30 Uhr in Sinsheim in der Schule zu sein", sagt er. Mittlerweile hat der Rechtsfuß, der in 2008 mit Hoffenheim Deutscher B-Jugend-Meister wurde, einen Profi-Vertrag in der Tasche, das Zusammenspiel zwischen Schule und Fußball ist dadurch noch anstrengender geworden. Wenn er um 10 Uhr zum Training auf dem Platz stehen muss, verpasst er wichtigen Unterrichtsstoff. „Das ist schon hart, aber ich werde vom Verein super unterstützt."

In den Trainingspausen holt Groß in den Räumen der „achtzehn99 AKADEMIE" alles nach und arbeitet mit Lehrern den Stoff auf. Bernhard Peters, der Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung, erkundigt sich regelmäßig nach den schulischen Fortschritten. Zusätzlich zum Nachführunterricht hat Groß die Möglichkeit, sich mit Lehrern gezielt auf Klassenarbeiten vorzubereiten - ehe es ab dem 15. April mit dem Beginn der schriftlichen Abitur-Prüfungen richtig ernst wird.

In der Zwischenzeit hat Pascal Groß den Führerschein gemacht und ist mobiler. Dennoch ist er froh, im Hoffenheimer Trainingszentrum eine Schlafgelegenheit zu haben. „Ich komme oft nicht vor 18 Uhr raus und bin nach der Schule und den Einheiten auf dem Platz ziemlich müde." Dadurch, dass er in Hoffenheim übernachten kann, spart er viel Zeit, die er zum Lernen nutzen kann. Der Berufswunsch „Fußball-Profi" ist zwar klar definiert, doch mit dem Abitur in der Tasche öffnen sich zusätzliche Perspektiven, sollte es mit der Fußball-Karriere nicht klappen. „Aus diesem Grund bin ich über die optimale Unterstützung durch den Verein sehr glücklich", sagt Pascal Groß.

Galerie:

Hoffenheimer Eigengewächse, die die „achtzehn99 AKADEMIE“ durchlaufen und mindestens einen Erstliga-Einsatz absolviert haben.

Debüt am 31. Januar 2009

Marco Terrazzino

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Debüt am 2. Mai 2009

Pascal Groß

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Debüt am 24. Januar 2010

Manuel Gulde

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Donnerstag, 11.03.2010