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26.02.2016

Nagelsmann vor BVB: "Den Druck erhöhen"

Die Reise der TSG geht am Sonntag, 28. Februar, 17.30 Uhr, zum Tabellenzweiten der Bundesliga. Cheftrainer Julian Nagelsmann blickt auf die Partie bei Borussia Dortmund voraus.

Julian Nagelsmann über...

...den Gegner:

Ich habe mir das Europa-League-Spiel gegen Porto natürlich angesehen. Allerdings kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass der BVB auch am Sonntag so spielen wird. Thomas Tuchel rotiert in den unterschiedlichen Wettbewerben viel und damit kann es gut sein, dass wir am Sonntag auf eine andere Elf treffen. Grundsätzlich sind die Dortmunder aber sehr gut drauf. Sie bekommen wenig Gegentore, haben unterschiedliche Arten, ihr Spiel aufzubauen und in der Offensive ein sehr variables Spiel. 

... den Gegner II:

Ich glaube auch nicht, dass das Team weniger fit ist, weil es sehr oft englische Wochen hat. Der BVB kennt das, hat einen qualitativ großartigen Kader und ist breit aufgestellt. Thomas Tuchel weiß die Spieler richtig und clever einzusetzen. 

... das Personal:

Einzig Tarik Elyounoussi konnte aufgrund von Knieproblemen in dieser Woche nicht trainieren und wird fehlen. Ansonsten sind alle fit. Wer in Dortmund dabei ist, entscheidet in erster Linie die Trainingsleistung. Alle Spieler haben die Chance, sich unter der Woche in den Kader zu spielen. Unabhängig davon, ob sie am vergangenen Spieltag dabei waren oder nicht.

...die sportliche Situation I:

Nach dem Spiel gegen Mainz haben die Spieler viel Lob bekommen. Das gönne ich ihnen, aber wir müssen das Spiel und unsere Situation natürlich weiterhin richtig einordnen. Es gab gegen Mainz auch Elemente, die noch besser werden müssen. Das weiß die Mannschaft aber auch.

... die sportliche Situation II:

Die Tabelle sieht jetzt etwas schöner aus, aber wir stehen immer noch auf Platz 17. Wir wollen den Druck auf die Teams, die vor uns stehen, erhöhen und die beiden Zahlen, die vor unserem Vereinsnamen stehen, so schnell wie möglich los werden. Wir fahren mit dem Gefühl, auch beim BVB gewinnen zu könnnen und einer positiven Einstellung nach Dortmund. Es ist gut, dass die Spieler optimistisch sind, denn das tut gut und Pessimismus ist ein schlechter Ratgeber. Wir freuen uns auf die Atmosphäre im Stadion und es ist doch auch immer ein guter Ansporn, ein gutes Spiel zu machen, wenn fast das ganze Stadion gegen einen ist.

Die bisherigen Duelle:

Ein Sieg wie damals - 34. Spieltag 2012/13 - solch ein Sieg wäre am Sonntag goldwert. Damals halfen der TSG die drei Punkte beim BVB, um auf den Relegationsplatz zu klettern. Gleichzeitig war es aber auch der letzte Sieg gegen die Dortmunder. In den vergangenen sechs Partien holte Hoffenheim drei Punkte dank dreier Unentschieden. Der letzte Punktgewinn stammt aus dem Hinspiel, als sich die beiden Teams 1:1 trennten.

Die Form des Gegners:

Die letzte Mannschaft, die die Schwarz-Gelben bezwingen konnte, war der 1. FC Köln. Im Dezember. In diesem Jahr hat der BVB noch kein Spiel verloren, lediglich einmal musste das Team von Cheftrainer Thomas Tuchel die Punkte teilen - beim torlosen Remis in Berlin. In der Bundesliga einsamer Tabellenzweiter, im DFB-Pokal im Halbfinale, in der Europa League gerade erst ins Achtelfinale eingezogen. Dortmund ist im Rhythmus, Dortmund ist im Spielfluss, bei Dortmund läuft es.

Das Schlüsselduell:

Die Dortmunder Offensive - das Prunkstück. Henrikh Mkhitaryan (acht Tore), Marco Reus (neun Tore), Pierre-Emerick Aubameyang (21 Tore). 38 der 54 BVB-Tore haben die drei Offensivspieler damit erzielt. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Außer: In der Defensive schnell sein, vorausschauend agieren, Zweikämpfe gewinnen und auf einen weiteren guten Tag von Oliver Baumann hoffen. Denn so ganz ohne Dortmunder Torschuss wird die TSG das Spiel wahrscheinlich nicht überstehen.

Daten & Fakten zum Spiel »

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